Marathon in Bremen mit CGMS

6:17 Uhr fuhr DER Zug von Hannover zum Bremer Marathon (“Mit der U-Bahn ins Paradies” – oder wie war das bei “Supertalent” ;)?). In diesen bin ich eingestiegen. Doch ob ich wirklich teilnehmen wollte, diesbezüglich war ich mir immer noch nicht sicher. Meinen Mann hatte ich aber nun um 5 Uhr am Sonntag geweckt und gesagt, wir fahren da jetzt einfach hin. Mein Problem war neben meiner Selbstzweifel auch, ob ich den Marathon trotz Fraktur im medialen Tibialplateau wirklich angehen sollte. Wo bleibt da die Vernunft? Trainiert hatte ich genug, doch ich zweifelte trotzdem… Aber nicht wegen meines Diabetes, sondern generell, pack ich das? Mit einer Stunde Verspätung kam ich dann jedenfalls in letzter Sekunde gerade noch rechtzeitig bei der Akkreditierung/Nachmeldung an. Glück gehabt, na ja Glück ;)? Das würde sich noch zeigen…

794 Männer und 139 Frauen nahmen dieses Jahr am Marathon in Bremen teil. Darunter irgendwo halt dann doch auch ich. Trainiert hatte ich 30 Kilometerläufe schon desöfteren aber was, wenn heute einfach nicht mein Tag ist? Außerdem sind das über 42 Kilometer… wie weit ist das eigentlich? Von Hannover bis nach Celle…die Zweifel ließen nicht nach, doch der Wille war da, diese zu bekämpfen.

Zum Glück darf ich derzeit im Rahmen einer Studie ein CGMS (Abott Freestyle Navigator) tragen, was mir den Lauf deutlich erleichterte und meine Nervosität reduzierte. Ich hatte meinen Navigator fast den kompletten Lauf lang zur Hand und habe die Werte stetig beobachtet. Tendenzpfeile geben die Gradrichtung an, in die sich mein Blutzucker bewegt. Danach habe ich gehandelt. Tendenz nach unten bedeutete essen (knappe 8 BE habe ich vertilgt), Tendenz nach oben, Basalrate erhöhen, ggf. Korrekturinsulin abgeben (war allerdings zu keiner Zeit nötig). Ehrlich gesagt habe ich den ganzen Lauf mit meiner temporären Basalrate, vielleicht auch etwas zu nervös, “gespielt”. Zeitweise (anfänglich) hatte ich sie auf 10%, die meiste Zeit auf 40% und nie höher als 60%. Vorausschauend immer an den Tendenzpfeilen und Werten orientierend.

Leider kam es aber zu anderen “Problemen”, beispielsweise war die Batterie meiner Insulinpumpe leer. Was also tun ohne Ersatzbatterie? Außerdem gab es da noch ein wenig Ärger mit der “Klodame”, die es geschafft hat, mich sehr ärgerlich zu stimmen. Hier erfahrt ihr mehr und auch meine Zielzeit, wer sie noch nicht auf dem Foto entdeckt hat ;): “Makkaroni Marathoni“. Viel Spaß beim weiter lesen :).

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