Kürzlich einen Blutzuckerwert von 546 mg/dl gemessen, wie an anderer Stelle berichtet: Blutzuckerwert von 546 mg/dl – DERBE! Zugegeben bei dem Anblick dieses Wertes kam doch echt etwas “Panik” in mir auf. Besonders, weil ich die Nacht zuvor aufgrund der hohen Werte sogar Herzprobleme hatte. Was mir besonders “Angst” bereitete war, dass ich die Blutzuckwerte über Tage nicht senken konnte. Ich hatte meine temporäre Basalrate meiner Insulinpumpe auf 200% laufen, habe doppelt Korrektur gespritzt (mit der Einwegspritze), Katheter, Schlauch, Insulin (sogar andere Sorte und Packung verwendet), … alles gewechselt. Einen Infekt konnte ich quasi ausschließen, hatte ich auch gerade erst hinter mir. Stress? Vielleicht, ja, aber hat man diesen nicht immer irgendwie? Und wie soll man den verhindern? Das geht nicht so einfach. Außerdem kann man bei solchen miesen Blutzuckerwerten doch nicht geschmeidig bleiben, oder? Ein Teufelskreis? Meine Ärztin vermutete jedenfalls Übertraining, Stress, Burnout.
Ich habe auch zahlreiche Tipps, Vermutungen, Ratschläge bekommen, sei es über Facebook, per Mail, von Blog-Nachbarn oder als Kommentare im eigenen Blog. Danke! Alleine aus diesen Grund liebe ich meine (Blog-) Coping-Therapie: Jammern/Frust ablassen, aufklären und selbst Hilfe erhalten, alles gleichzeitig. Super Kombi, wie ich finde.
Nun möchtet ihr sicherlich wissen, was der Grund war, warum ich tagelang meine Blutzuckerwerte so gut wie gar nicht senken konnte? Mein Unterhautfettgewebe ist der Übeltäter. Na ja kein Wunder, wenn es tagtäglich neu durchstochen wird und das seit 15 Jahren. Bereits seit zwei Jahren darf ich den Katheter meiner Insulinpumpe nicht mehr in den Bauch setzen, weil mein Unterhautgewebe dort “defekt” ist. Und das, obwohl ich mir damals sogar Spritzpläne auf Bauch und Oberschenkel gemalt habe. Nun gut, bin jedenfalls zum Hüftbereich übergegangen. Und das was ich da seit einigen Monaten sehe ist scheinbar kein von mir vermuteter Hüftspeck, sondern “Lipotrophie am Injektionsort” oder so ähnlich ;), wie es meine Ärztin nett umschreibt. Nun setze ich meinen Katheter jedenfalls in Oberschenkel und Gesäß. Top-Werte habe ich immer noch nicht. Aber das Insulin zeigt wieder Wirkung :) und ich habe einen Termin für eine Ultraschall-Untersuchung. Ich denke es ist wichtig, dass mein Unterhautfettgewebe nicht nur abgetastet sonder auch “durchleuchtet” wird.
Mittlerweile habe ich ja schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass ich kontinuierlich normoglykämische Blutzuckerwerte noch erleben darf. Aber eins ist jedenfalls ganz sicher: Empowerment und Adhärenz ist durchaus gegeben und ich kämpfe weiter für eine super Blutzuckereinstellung!





Wird sich denn das Gewebe wieder erholen oder ist es für immer im Eimer? Spritzplan – an so was hab ich noch gar nicht gedacht…
Na ja sagen wir mal so: kommt drauf an. Das Gewebe am Bauch ist bei mir im “Eimer”, zumindest seit fast vier Jahren geht da gar nichts mehr. Meist erholt sich sowas aber wieder, wenn man die Stellen ausspart. Ja, ich finde die Spritzpläne auf der Haut gar nicht so verkehrt, ich neige nämlich zum Verwenden von Lieblingsstellen. Ich werde da jetzt auch nicht drum herum kommen, zumindest muss ich mir die Stellen merken, wo ich noch ne Chance auf Wirkung des Insulins habe. Danke für deinen Kommentar.